Symbolik der Katze

Manuel G | 22. April 2021

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Wie kommt es, dass sie ein Haustier geworden ist? Wir könnten meinen, dass es an ihrer seiner Fähigkeit liegt, Mäuse zu jagen, aber naja, wenn wir es aus statistischer Sicht betrachten, könnten auch viele andere Tiere wie die Ginsterkatze, der Mäusebussard, die Eule und andere mehr mit unserer bekannten Katze konkurrieren, wenn es darum geht, Mäuse zu fangen. Es wurde jedoch noch nie gesehen, dass diese Tiere in den Häusern zusammen mit den Menschen leben. Wir können daher also die Vorstellung ausschließen, dass die Stellung der Katze als Haustier auf ein praktisches Problem oder besser gesagt auf das praktische Problem der Mäusejagd zurückzuführen ist, denn alles, was im Universum existiert, hat einen praktischen Grund. Wir suchen also nach dem Nutzen eines Tieres, dessen Mission es zu sein scheint, an der Seite des Menschen zu leben, um von seinem Besitzer geliebt und betreut zu werden.

Wir müssen daher den Ursprung der Freundschaft zwischen Mensch und Katze in jenen Ländern suchen, die die Wiege aller Magie und Spiritualität waren, also im alten Ägypten. Dort wurde die Katze in der Gestalt der Göttin Bastet, der Beschützerin des Hauses, vergöttert. Denn genau das ist es, was die Katzen tun: sie beschützen. Aber während die Hunde uns auf einer physischen, irdischen und konkreten Ebene beschützen, könnten wir sagen, dass die Katzen dies auf einer subtileren, ätherischeren, inneren Ebene tun, um es mal so auszudrücken. Oder mit anderen Worten, Katzen sind in der Lage, uns gegen die nicht-physischen Einflüsse zu verteidigen, die uns in unserer Umgebung Schaden tun könnten; sie verteidigen uns vor der Negativität.

Der Grund, warum Katzen mit Magie, Hexerei und ähnlichen Dingen in Verbindung gebracht werden, ist, weil der Magier mit subtilen Energien umgeht, die ihn, wenn er sich nicht richtig schützt, schädigen könnten, deshalb braucht er eine Katze, um die negativen Energien, mit dem der Zauberer arbeitet, zu „recyceln“ (alle Magie ist schwarze Magie, weil sie vorgibt, den Lauf der Dinge zu ändern, aber dies ist jetzt nicht der Moment, darüber zu sprechen). Es ist nicht so, dass das Tier sie absorbiert, wie man aus wissenschaftlicher Sicht denken könnte, sondern das Vorhandensein der Katze verhindert, dass die Negativität Schaden anrichtet, so, als ob sie sie geschwächt hätte.

So wie gegenwärtig die Dinge bzgl. Hass, Neid, Groll und Kritik in unserer unmittelbaren Umgebung stehen, kann jeder gut daran tun, eine Katze zu haben, aber wenn es jemanden gibt, für den es absolut notwendig ist, eine Katze zu haben, dann ist das für die Heiler, Exorzisten und Hellseher im Allgemeinen. Dies liegt daran, dass diejenigen, die zu dieser Art von Beratungen oder Sitzungen kommen, dies meist nicht aus Neugierde tun oder um mehr zu wissen, sondern weil sie ein Problem, eine Sorge, ein Anliegen haben, das sie loswerden möchten, was sie aber aus eigener Kraft nicht können. Das heißt, sie bringen eine negative Last mit sich, die aus ihrer Umgebung stammt. Wenn der Heiler in der Lage ist, die Negativität der Person freizusetzen, bleibt sie aber dort und muss auf irgendeine Weise „recycelt" werden, andernfalls kann sie beim Heiler selbst bleiben. Vielleicht hast du von therapeutischen Masseuren gehört, die sich nach einer Massage schlecht gefühlt haben. Dies wäre der typische Fall, wenn ein Patient von negativer Energie befreit wird und diese von demjenigen absorbiert wird, der ihn davon befreit hat.

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Zusammenfassend: Die Katze schützt vor Negativität.

Lass uns noch einiges mehr über die Katze erfahren. Während der Hund ein Yang-Wesen ist, ist die Katze ein Yin-Wesen, daher repräsentiert sie das weibliche Prinzip schlechthin. Die Katze erlaubt den Zugang zur unbekannten Welt, zur Spiritualität, zu allem Verborgenen, und ihre angeborene Neugier spiegelt die angeborene Neugier aller Menschen für diese Themen wider, selbst wenn sie es offiziell ablehnen. Diejenigen, die keine Katzen mögen, haben in Wirklichkeit eine tiefe Angst vor der subtilen Welt, die sich hinter der Materie versteckt, von der wir aber wissen, dass sie existiert.

Wenn der Hund den Menschen das Aktive (Yang), das „Ich liebe dich" lehrt, zeigt uns die Katze das Passive (Yin), das „Liebe mich". So werden also das Spiegelbild und das Beispiel der Liebe, die uns Haustiere geben, vervollständigt, weil man sich nicht lieben kann, ohne geliebt zu werden, und umgekehrt.

Zum Schluss noch zwei Kuriositäten über die Katze. In Indien wird erzählt, dass die Katze ebenso wie die Schlange durch den Tod des Buddhas nicht bewegt wurde. Das ist ein Ausdruck ihrer höheren Position, denn ... warum sollte sie sich von etwas wie dem Tod berühren lassen, der so natürlich ist wie der Regen?

Eine weitere schöne Geschichte kommt aus Arabien. Es wird gesagt, dass Mohammed eine Katze hatte und sie auf dem Arm des Propheten einschlief, auf den weiten Ärmeln, die damals getragen wurden. Mohammad wollte das Kätzchen nicht wecken und beschloss, den Ärmel des Hemdes abzuschneiden und sagte zu seiner Katze, während er sie streichelte: „Du wirst mit mir im Paradies sein." Und es ist so niedlich, eine schlafende Katze zu sehen, dass er es vorzog, ohne Gewand zu bleiben, bevor er sein Kätzchen störte.

Abgesehen von dem Thema des Schutzes weiß jeder, der eine Katze hat oder hatte, dass ihr zärtliches Schnurren, während man ihr Fell streichelt, Ruhe und Frieden einflößt, was so nur wenige menschliche Aktionen bewirken können.

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