Der Teufel – Tarotkarte Nr 15 . Bedeutung

Manuel G | 13. April 2021

r15

Der Teufel muß sicherlich nicht erst vorgestellt werden, aber sein Auftreten im Tarot bedarf einer Erklärung. Er kommt dem als wahren Gott verehrten ehemaligen Herrn der Unterwelt am allernächsten. Dieser wurde als Pluto, Hades, Nergal, Saturn, Zeus, Chtonios, Apollyon, Ahriman bezeichnet, und diese Namen sind unterschiedliche Bezeichnungen der >Schwarzen Sonne<, einem Schattenzwilling des himmlischen Lichtgottes.

Nach der persischen Vorstellung eines dualistischen Universums waren Gott und der Teufel Zwillinge, die zur gleichen Zeit aus dem Schoß der ersten und ältesten Gottheit, jenem als Unendliche Zeit bekannten androgynen Wesen (Zervan), geboren wurden. Dieses Wesen erinnert an Kali als Mutter der Zeit, die alle Götter und Dämonen gebar.

Die engen brüderlichen Beziehungen zwischen Göttern und Dämonen in der Mythologie gründen auf dem Glauben, daß sich diese vor dem Aufkommen der patriarchalischen Religionen, die bestimmte Gottheiten als >Götter< und alle anderen als >Teufel< bezeichneten, nicht voneinander unterschieden. Der Name des Teufels (engl, devil) leitet sich ab aus dem gleichen arischen Wurzelwort für >Göttlichkeit oder Gott - Sanskrit deva, persisch daeva oder div, lateinisch diva, divus, deus usw. Auch bei den Griechen war ein Dämon kein böser Geist, sondern eine Art innere Seele oder Schutzengel ähnlich dem römischen genius.

Ein orphischer Name für den Herrn der Unterwelt lautete Aga- thodemon, Geist des guten Schicksals, Gemahlin der Göttin Fortuna.In der Abfolge der Initiationsfiguren erschien er »auf halbem Wege um den Kreislauf zur Mitternachtsstunde... Er hielt den Mohnstengel des Todesschlafes in seiner rechten Hand nach unten.«4 In einigen Tarotblättern wird die Fackel des Teufels genauso abgebildet, was darauf hindeuten soll, daß er den Thron der Unterwelt an deren zentralen, tiefsten Ebene inne hat, die genau der Stelle des Thrones seines Zwillingsbruders des Lichtgottes im Lichthimmel entspricht.

Die Gleichsetzung des Teufels mit dem Unterweltgott des guten Schicksals oder dem Herrn der Reichtümer (Pluto) führte zu dem

Glauben, der Teufel beherrsche die Mineralien einschließlich der vergrabenen Schätze im Erdinnern. Christen glaubten daran, der Teufel könne sie reich machen, wenn sie nur den richtigen Zauber entdeckten, um einen Handel mit ihm abzuschließen. Aus dieser Überzeugung erklärt sich die Beliebtheit der sogenannten faustischen Bücher, die Unmengen dieser Zauberformeln enthielten; die gleiche Beliebtheit genossen viele Volkssagen über Pakte mit dem Teufel. Die Alten erzählten die gleichen Fabeln über jenen Gott, der entweder die Unterwelt beherrschte oder sie besuchte. Herakles war ein beliebter Führer bei der Entdeckung vergrabener Schätze. Hermes war es ebenfalls, denn als Psychopompos (Seelenführer) und chronische Schlange war er im geheimnisvollen Land unter der Erdoberfläche heimisch.

Viele Christen zollten dem Teufel offen mehr Respekt als Gott, denn der Teufel hatte angeblich einen größeren Einfluß auf die alltäglichen Begebenheiten der diesseitigen Welt. Diese Überlegung führte zu Bräuchen wie denen beim slawischen Osterfest, bei dem Christus ein Lamm und dem Teufel dreizehn Lämmer geopfert wurden, denn dieser war dreizehnmal stärker.

Der mittelalterliche Teufel hatte oft eine frappierende Ähnlichkeit mit Gott - ganz so als wiederhole sich hier die dualistische Vorstellung Persiens von den Zwillingen, dem dunklen Ahriman und dem lichten Ahura Mazda. In Schottland wurde eine Parzelle Waldland für den Teufel zur Verfügung gestellt und man bezeichnete dieses als »das Feld des Hausmannes.« Man rief den Teufel herbei, indem man die »geheimen Namen Gottes« benutzte, wie zum Beispiel Messias, Soter, Emmanuel, Saboth, Adonai (Messias, Retter, Immanuel, Herr der Engel, Mein Herr). Einige Gnostiker verehrten ihn als Luzifer, dem unrecht behandelten Bruder Jehovas, der von höherer Moral war.Meister Eckhart schrieb: Luzifer, der Engel, der in der Hölle ist, hatte einen vollkommen reinen Intellekt und weiß sehr viel bis zum heutigen Tag.« Der Teufel oder sein Günstling konnte als ein hilfreicher Geist erscheinen, der »von der göttlichen Tugend spricht, der die wahren Antworten auf die gegenwärtigen, die vergangenen und die zukünftigen Dinge geben kann; er spricht auch über die Göttlichkeit und über die Schöpfung; er betrügt keinen, noch führt er einen in Versuchung; er verleiht Würden und Ämter.«

Ein Grund für sein Erscheinen in der Großen Arkana ist in der Vorstellung zu finden, daß für jede Wahrsagerei seine Hilfe gebraucht wird, denn er »gibt die wahren Antworten«, wenn er entsprechend angerufen wird. Unter seinem biblischen Namen Beelzebub war er ehemals ein berühmter Orakelgott der Philister. Die Könige von Israel sandten Boten zu Beelzebubs Schrein, um dessen Prophezeiung und seinen Rat zu hören (2.Könige 1,2). Als der kanaaitische Baal-Zebub, »Herr der Fliegen«, war er auch ein Psychopompos oder Seelenführer wie der all-wissende Hermes. Sein Name gründet auf dem allgemeinen Glauben, daß die menschlichen Seelen die Form von Fliegen annahmen, wenn sie von einer Inkarnation in eine andere übergingen; hieraus ergab sich auch die Überzeugung der europäischen Bauern, daß eine Frau schwanger werden könne, wenn sie eine Fliege verschlucke. Beelzebub wurde zur Emanation des Teufels erklärt, aber nicht, weil die biblischen Schreiber ihn des Bösen bezichtigten, sondern weil er einer der beliebtesten Rivalen Jahwes war.

Ein weiterer Grund für das Erscheinen des Teufels im Tarot mag im vorgeschriebenen Zusammentreffen mit dem Herrn der Unterwelt in den meisten heidnischen Ritualen der heiligen Mysterien zu finden sein. Es wurde allgemein angenommen, daß das Geheimnis der Unsterblichkeit nur erlangt werden könne, wenn man in die innerste Kammer des uralten Schoßes der Wiedergeburt eindränge, in den jeder Erlöser eingehen mußte, bevor er wiederauf erstehen konnte. Es erschien unabdingbar, den Teufel persönlich zu befragen, anstatt sich auf das Wort eines anderen zu verlassen. Eine Vorbedingung zur spirituellen Wiedergeburt in den Mysterien von Isis und Osiris war das persönliche Zusammentreffen mit dem König des Abgrundes, der häufig als Schlange erschien, denn in der antiken Welt glaubte man, Schlangen seien unsterblich. Man glaubte, Schlangen lösten sich von ihrer alten zerfurchten Haut, anstatt zu sterben, und sie wären danach >wiederge- boren<. Aus diesem Grunde gaben die Griechen der abgeschälten Haut der Schlange den Namen geras, »Alter«. Die sumerische Göttin Ninhursag, »Sie, die den Toten Leben verleiht« wurde als Gebieterin der großen Schlangen bezeichnet.

Der Name Satan kann eine Ableitung des ägyptischen Namens für den unterirdischen Schlangenkönig Sata gewesen sein, eine Abwandlung von Set, der der dunkle Zwilling des Erlösergottes Osiris war. Nach dem ägyptischen Totenbuch konnte ein Mensch ein langes Leben erreichen, wenn er sich sowohl mit Sata in der Unterwelt als auch mit dessen himmlischem Ebenbild, dem auferstandenen Osiris, identifizierte. Er mußte sprechen: »Ich bin die Schlange Sata, deren Jahre unendlich sind. Ich liege tot darnieder. Ich werde täglich geboren. Ich bin die Schlange Sata, die Bewohnerin der äußersten Bereiche der Erde. Ich liege sterbend darnieder. Ich bin geboren. Ich werde neu erschaffen, ich erneuere meine Jugend jeden Tag.«

Diese Satansschlange stammt aus dem gleichen Symbolzusammenhang wie die hinduistische >Höchste Schlange<, die in der Tiefe von Kalis Schoß hauste. Die Veden bezeichnen sie als den Erstgeborenen der Göttin, der für alle Ewigkeit auf dem Grunde des Meeres, das die ganze Welt umfaßt, verweilt. Die Ägypter gaben ihm einen Sitz auf dem Berg des Sonnenaufgangs; hier hieß er Ami-Hemf, »Bewohner Seiner Flamme«, eine andere Bezeichnung für Luzifer, dem Morgenstern. Wenn er in den Abgrund stieg, wurde er gewöhnlich zu einem Blitzstrahl; aus diesem Grunde gab auch Jesus vor, Satan als Blitz vom Himmel gefallen gesehen zu haben (Lukas 10,18).

Einige glaubten, Jehova sei nur eine weitere Inkarnation des unterirdischen Schlangengottes. Man sagt, die Leviten hätten ihn unter seinem alten Namen Leviathan verehrt; als Nehustan war er der Gott Moses (2.Könige 18,4). Der letztere ist dem Hebräischen Wort für Schlange, nahash, verwandt und kann zurückverfolgt werden auf den vedischen Schlangenkönig Nahusha, der einstmals ein höchster Herrscher des Himmels war, bis ihn ein Rivale in die Unterwelt verbannte. Eine ähnliche Geschichte gibt es bei den jüdischen Gnostikern, die Jehova einen Teufel nannten, der das ursprüngliche Königreich der >Weisen Schlange< usurpierte. Jüdische Medaillons aus dem zweiten Jahrhundert v.Chr. zeigen Jehova als einen Reptiliengott, der Zeus Sabazius oder Ophion ähnelt, einem Schlangenvorfahren aus Phrygien, wo er auf dem Baum des Lebens in einem Paradiesgarten gelebt haben soll

Die bekannte Geschichte über den Garten Eden, in dem der Teufel als Schlange im Baum erschien, stellt nur eine der vielen Versionen dieses Mythos dar. Es gibt einige Interpretationen, die mit Eva und der Schlange sehr viel freundlicher umgehen, als dies in der Genesis geschieht. Die Gnostiker behaupteten, der Teufel in seiner Schlangenform sei in Wirklichkeit ein Helfer der Menschheit. Er vermittelte Eva und Adam jenes Wissen, das Gott ihnen vorenthalten wollte.

Darum besorgt, den Glauben an den >Einen Gott< aufrechtzuerhalten, schrieben die Übersetzer der Bibel >Gott< immer dort in der Einzahl, wo die ursprünglichen Texte von >Göttern< (elohim) sprachen. (Anm.: Der Begriff >Elohim< bedeutet tatsächlich eine männlichweibliche Form der Gottheit.) Die gnostischen Schriften werfen mehr Licht auf jene vielfältigen Wesen, die archons genannt werden: sie waren selbstsüchtige Tiergötter, die die Welt erschufen, aber die Menschheit in Unwissenheit belassen wollten. Der eine, »der weiser als alle anderen ist«, der spätere Teufel, forderte Eva und Adam auf, von der Frucht der Erkenntnis (gnosis) zu speisen. Und dann »verstanden« Eva und Adam sehr viel«, und als sie die Gottheiten erblickten, die sie erschaffen hatten, verabscheuten sie diese.

Der biblische Gott sagt: »Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner (plural) und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, daß er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich«, muß er aus dem Garten verstoßen werden (1.Moses 3,22). Dies ist ein absichtlich verkürztes Fragment. In gnostischen Schriften ist diese Geschichte viel länger: die Archonten (Regenten) verfügten, Adam unschädlich zu machen, »damit er nicht vielleicht... zum Baum des Lebens komme und von ihm esse und dadurch unsterblich werde und über uns herrsche und uns verdamme und unsere Herrlichkeit als Torheit betrachte - und danach über uns und die Welt richten wird - kommt, laßt uns ihn aus dem Paradies vertreiben und zur Erde schicken, jenen Ort, von dem er stammt, damit er nichts mehr über uns erfahren kann.« Gottes Fluch über Eva und die Schlange wurde als Beweis für die Tat eines bösartigen Archonten interpretiert. Die Schlange ließ die Augen der Archonten erblinden, damit sie sie nicht ernsthaft verletzen konnten; »da sie aber nicht mächtig waren, verfluchten sie die Schlange nur. Danach kamen sie zu der Frau und sie verfluchten sie und deren Söhne. Nach der Frau verfluchten sie Adam und sie verfluchten die Erde und die Früchte wegen ihr. Und alles, was sie erschufen, verfluchten sie. Von ihnen geht kein Segen aus, denn es ist unmöglich, daß Gutes aus Bösem entsteht.«

Es ist offensichtlich, daß die gnostische Vorstellung über eine Vielzahl von Schöpfern bzw. den Schöpfer der Menschheit recht verschieden vom kanonischen Glauben war; der letztere war nur eine Zusammenstellung von Bruchstücken, die in die westlichen Kulturen eingingen. Die gnostische Sicht stand dem alten babylonischen Schrifttum näher. Hier machten machthungrige Götter die Menschen zu Sklaven und sprachen ihnen sowohl die Erleuchtung als auch die Unsterblichkeit ab. Nur durch das Mitleid der Mutter, die einen Erlöser zur Erde sandte, um der Menschheit zu helfen, begannen die Menschen zu lernen.

In sowohl der orthodoxen wie auch der häretischen christlichen Überlieferung war der Teufel - wenn auch aus verschiedenen Gründen - ein Offenbarer des Wissens. Dies mag seine Anwesenheit im vitalen Mittelpunkt des unterirdischen Kreises der Tarottrümpfe erklären. Hier konnte der Initiand seine Rückkehr zu einem neuen Leben des Geistes beginnen, nachdem er mit dem tiefsten Geheimnis vertraut geworden war. Als echter Gnostiker ist er jetzt im Besitz des geheimen Wissens, daß die etablierte Kirche einen bösen Geist verehrt, der die Welt in ihrer Dummheit gefangen hält.

Es war tatsächlich kein Geheimnis, daß die Gnostiker glaubten, die orthodoxe Kirche sei einem Irrtum verfallen, indem sie den falschen Zwilling zum Gott erwählte und den wahren Helfer der Menschheit in die Hölle schickte. Dies war die eigentliche Bedeutung der sogenannten gnostischen Teuf eis Verehrung. Sie weigerten sich, Jehova zu verehren, den sie als Erschaffer des Bösen ansahen - was er in der Bibel sogar offen zugibt (Jesaia 45,7).

Ob nun der Teufel den Menschen half oder nicht, für die christlichen Theologen war er unbedingt notwendig. Die grundlegende christliche Dualität verlangte nach einem Prinzip des Bösen, um es dem Prinzip des Guten entgegenzusetzen. Trotz Jesaias scheinbar maßgeblichen Wort, wagte es die Kirche nicht, Gott für das Böse mitverantwortlich zu machen. Sogar mit dem Teufel als Sündenbock entstand ein häßliches Paradox, das bis zum heutigen Tag nicht gelöst wurde: Wenn Gott das Böse wollte, dann kann er nicht gut sein. Wenn er das Böse nicht will, aber es nicht verhindern kann, dann kann er nicht Gott sein (oder allmächtig).

Die Orthodoxie benötigte den Teufel, um die Lehre von der Erbsünde aufrechtzuerhalten, der sich die Kirche unwiderruflich verpflichtet fühlte. Gäbe es keinen Versucher im Paradies, gäbe es auch keine Versuchung, keinen Sündenfall, keine Sünde, dann bestände auch keine Notwendigkeit für die Erlösung, Die Kirche würde überflüssig werden. Wie de Givry richtig sagte: »Wenn man an der Vorstellung vom Satan rüttelt, dann zerbricht das von den Kirchenvätern in mühseliger Arbeit errichtete Gebäude.«

Darüberhinaus waren der Teufel und seine Unterteufel offiziell damit beauftragt, sowohl die Sünder zu bestrafen als auch dieselben zu verführen; ohne das unterirdische Gefängnis gäbe es demzufolge auch gar nichts, vor dem die Erretteten gerettet werden könnten. Die Kirchenväter mußten zugeben, daß der Teufel ein treuer Diener Gottes sein muß, denn er führte die ihm von Gott zugeteilten Aufgaben zuverlässig aus. Ein wirklicher Feind Gottes hätte die Sünder freigelassen.

So blieb aus vielen Gründen der Teufel unangreifbar. Er fungierte als der notwendige Schatten, ohne den Gottes Licht nicht scheinen konnte. So wie die nächtlichen Mondreligionen weiterhin neben den Kulten der neuen Sonnengötter existierten, so lebte auch die alte Religion des Unterweltsherrschers neben der seines Zwillings, des Himmelsgottes, weiter. Dies mag eine Erklärung für die enge Verwandtschaft zwischen der Karte des Teufels und des Papstes (Trumpf Nr.5) im Tarot sein, welche graphisch durch seine übliche Haltung, seine priesterliche Geste und seine zwei Anbeter unterstrichen wird.

Laien betrachteten den Teufel häufig mit einer bestimmten Zuneigung, so als wäre er eher ein scharmanter Schuft statt ein Abbild des Bösen. Er repräsentierte die sexuelle Libido, die durch das Gebot einer puritanischen Religion unterdrückt werden mußte, so daß die Menschen gezwungen waren, diese Kraft woanders hinzuleiten. Die Theologen behaupteten, der Teufel sei wegen des Verbrechens der hubris, des »Stolzes«, aus dem Himmel ausgestoßen worden; aber hubris bedeutete im ursprünglichen Griechisch »Wollust«. Wie viele ältere Götter erschien der Teufel häufig sowohl mit männlichen als auch weiblichen Merkmalen, die die sexuelle Vereinigung symbolisierten. Die traditionellen Teufelsfiguren des Tarot waren auch auf diese Weise gemalt. Der Teufel trug auch Hörner, denn er war genauso »gehörnt« (engl, homy, sexuell erregt) wie die alten Fruchtbarkeitsgötter Pan, Dionysos, Cernunnos, El, Apis und all die göttlichen Stiere, Widder, Hirsche, Ziegenböcke und Satyren. Überall in der Welt werden seit Tausenden von Jahren Hörner mit Sexualität in Verbindung gebracht, seit die uralten tantrischen Weisen den mystischen Aufstieg der sexuellen Energie zum Kopf und die damit verbundenen Erscheinungen verkündet hatten Auf der Tarotkarte >Der Teufeh wie auch auf den Fünfecken des makroskopischen Menschen in der Renaissancekunst, stehen die Genitalien genau im Zentrum des Bildes. Diese Andeutung auf Sexualität veranlaßte christliche Autoritäten zu der Erklärung, daß alle Teufelsanbetung eine Folge der »fleischlichen Lust« der Frauen sei, die angeblich niemals befriedigt werden konnte. In einer Zeit, in der die patriarchalischen Autoritäten Frauen die sexuelle Befriedigung absichtlich absprachen, hätten eben jene Frauen den Teufel erfinden müssen, hätte er nicht schon existiert.

Die beliebtesten Artikel

r21

Die Welt – Tarotkarte Nr 21 . Bedeutung

Der wahre letzte Trumpf trug wie die abgebildete…
r7

Der Triumphwagen – Tarotkarte Nr 7 . Bedeutung

Der siebte Trumpf wurde unterschiedlich als >der…
r5

Der Papst – Tarotkarte Nr 5 . Bedeutung

Der Tarotpapst ist eine besonders rätselhafte…
r2

Die Päpstin – Tarotkarte Nr 2 . Bedeutung

Die Päpstin war wahrscheinlich die vom…
r10

Das Glücksrad – Tarotkarte Nr 10 . Bedeutung

Das Glücksrad ist eine Ableitung des lateinischen…
r1

Der Magier – Tarotkarte Nr 1 . Bedeutung

Die erste der nummerierten Figuren der Großen…
r4

Der Herrscher – Tarotkarte Nr 4 . Bedeutung

Einige der herausragenden Symbole des Herrschers…
r9

Der Einsiedler – Tarotkarte Nr 9 . Bedeutung

Nach der tantrischen Tradition sollte dem…
r14

Die Mäßigkeit – Tarotkarte Nr 14 . Bedeutung

Viele Tarotdeuter haben über die Stellung des…
r0

Der Narr – Tarotkarte Nr 0 . Bedeutung

Von allen Karten der Großen Arkana durfte nur…
r3

Die Herrscherin – Tarotkarte Nr 3 . Bedeutung

Wenn der orphische Initiand das innere Heiligtum…
r11

Stärke – Tarotkarte Nr 11 . Bedeutung

In der christlichen Gesellschaft gelten die…